Johnny Chung Lees Projekte mit der Wii habt ihr wahrscheinlich an der ein oder anderen Stelle schon gesehen. Er hat die Steuerung der Wii angezapft um damit coole Eingabe-Experimente durchzuführen. (Mehr zeigen die Videos auf seiner Seite.)
Auf der MS-Mix-Konferenz hat jetzt eine WPF-Software den 3. Platz gemacht, die es erlaubt, die Fernbedienungsdaten auszulesen und zum Teil auch zu steuern.
Ziel der Software ist es, Entwicklern Zugriff auf die Steuerung zu geben, damit möglich viele Menschen Erfahrungen im Umgang mit Multitouch-Interfaces sammeln können.
Geeks have a tendency to drastically overestimate the value of extendability, number of ports, and benchmarks while drastically underestimate the value of design, feel, and convenience as perceived by regular people. This would seem a case in point.
Zum Hintergrund erklärt er kurz zuvor:
„The MacBook Air has been the top selling Mac since before the middle of February, outselling the MacBook, the iMac, and the MacBook Pro—this, despite week-long shipping delays."
[tags]Hardware, Design, Produktdesign, User Experience[/tags]
LinkedIn ist bisher durch sein ungewöhnliches Navigationskonzept aufgefallen. Ich hatte sie gedanklich eingeordnet unter den Seiten, die primär versuchen über den Content zu navigieren und statt einem einheitlichem Raster, jede Seite speziell für ihren Anwendungszweck optimiert zu gestalten.
Das hat meiner Meinung nach bisher nur mäßig gut funktioniert — jedenfalls habe ich mich nie so gut zurechtgefunden wie beispielsweise bei XING.
Das könnte jetzt vorbei sein, denn wie ich lese, hat LinkedIn sein Design komplett umgestellt.
Jetzt ärgere ich mich natürlich, dass ich zuvor nicht noch ein paar Screenshots davon gemacht habe, um jetzt beides gegenüberstellen zu können. Bis zu einem gewissen Grad kann man das bei Flickr nachholen.
So kann man straßengenau sehen, dass wir bis auf weiteres außen vor sind :-).
Ich finde ja, viel zu wenige Firmen in Deutschland nutzen diese Möglichkeiten. Alle Shopfinder auf Händlerseiten sind immer noch irgendwelche unintuitiven PLZ-Eingabe-Workflows. Warum zeigt mir die Post nicht einfach alle Packstationen von Köln in einer GoogleMaps und die Stadt Köln nicht die Platzierung aller Altglascontainer?
An der Komplexität, so etwas zu entwickeln, kann es nicht liegen…
Wer meine Delicious-Links der letzten Tage verfolgt hat, dem sind sicher die vielen Links mit Bezug zu Aza Raskin, dem Sohn von Jef Raskin aufgefallen (darüber später hoffentlich mehr.)
Aza spricht in einem Google Techtalk fast alle Themen an, die Jef Raskin für mich so wichtig machen. Unter anderem das LEAP-Konzept seines Vaters, das er „zurückentwickelt" hat zu einer Windows-Anwendung: Enso (Video-Demo)
Auf dem ersten Blick mag Enso aussehen wie ein klassischer Application-Launcher … das Konzept geht aber viel weiter und basiert auf Jef Raskins Ideen zu LEAP. Und hierzu habe ich heute zufällig ein tolles altes Werbevideo gefunden:
Soviel zu Jefs Ideen.
Die oben verlinkte Enso-Video-Demo, zeigt, wie weit Aza und sein Team bisher sind, die Idee auf Windows nutzbar zu machen. Das geht leider nur bis zu einem gewissen Grad… denn Jef Raskins Konzepte zeichnen sich gerade durch ihre Radikalität aus. Da wird eben auch mal die Tastatur neu erfunden (oder erweitert) — das kann Aza nicht, da er wohl im Gegensatz zu seinem Vater den integrativen Ansatz verfolgt.
Das ist auf der einen Seite toll, weil man wenigstens etwas von den guten Ideen nutzen kann. Auf der anderen Seite stört mich mich schon sehr, dass ich die CapsLock-Taste nutzen muss für Enso…
Und natürlich hat er auch ein paar Optimierungsvorschläge parat. „(…) here is the general theorie: To clarify add detail. Image that. To clarify add detail. And clutter and overload are not an attribut of information they are failiures of design. If the information is in chaos dont start throwing out information, fix the design. And that is exactly what the iphone-plattform has done."
Zwei tolle Zitate und Aussagen!
Ob sein Optimierungsvorschlag aus seinem Video (rechts) mit mehr Details wirklich so viel klarer ist…? Mir gefallen die Wetter-Visualisierungen aus dem Kommentar-Thread besser. Aber ich glaube, seine Nettobotschaft kommt trotzdem rüber.
Am Wochenende war ich auf dem WordCamp in Hamburg, das sich mit seiner sehr schönen Atmosphäre in meine wachsende Liste an durchweg tolle Barcamp-Erinnerungen einreiht. Herzlichen Dank an die Organisatoren, Teilnehmer und Sponsoren!
Und auch an Joachim Rumohr, der einen interessanten Vortrag über XING gehalten hat. Zu den meisten Tipps aus seiner Session findet man auch einen Artikel in seinem Weblog — hier meine persönliche Auswahl mit Kurzzusammenfassung als Fazit:
Welche Homepage haben Sie im XING-Profil eingetragen? Fazit: Das Feld Homepage bewusst nutzen und mit einer URL versehen die, die Schlüsselworte enthält und auf eine Seite verlinkt, die wirklich weiterhilft. Das kann auch eine spezielle XING-Landingpage sein auf der weitere Links erscheinen. http://www.rumohr.de/blog/2007/welche-homepage-haben-sie-im-xing-profil-eingetragen/
Nutzen Sie das Feld “Ich suche” im Sinne des Networking! Fazit: Ich suche-Feld mit Kurzsätzen ausfüllen, die etwas über einen verraten und damit Anlass zu einem Gespräch (Nachricht) bieten; in jedem Fall nicht einfach die Umkehrung des Ich biete-Feldes dort eintragen. http://www.rumohr.de/blog/2007/nutzen-sie-das-feld-ich-suche-im-sinne-des-networking/
Sehr gut auch Joachims Vorführung von PhraseExpress, einer Software zum automatisierten Schreiben von Satzbausteinen. Auch hierzu hat er sehr viel wissenswertes — zugeschnitten auf XING und Netzwerken — gesammelt: PhraseExpress-Tutorials und Beispieldateien
Wer noch schneller wissen möchte, worum es geht, dem empfehle ich Ryan Carsons Video — er ist ähnlich überzeugt von dieser Art zu arbeiten: