flying sparks ein Weblog von Tobias Jordans zu den Themen software designstudium web2.0 webdesign informationsdesign oekologie werbung usability tj video interfacedesign marketing // alle Themen...

Alle Funken aus 2008:

Google bringt Microsofts Photosynth online mit Panoramio

Da war Microsoft mit Photosynth einmal schneller als Google mit einer neuen interessanten Darstellungstechnologie … und schon zieht Google vorbei.

Zugegeben, das Interface der Desktopanwendung von MS sieht schon cooler aus als das von Google im Web…


(mehr in meinem Artikel zu Phtosynth)

… aber dafür ist stellt Google seine Funktion offen für alle Fotos der Fotocommunity Panoramio ins Netz. Dort kann man nämlich seit dem 3. Juni auch „umher gucken" und ausgehend von einem Foto, andere Perpektiven anschauen. In dem dazugehörigen Panoramio-Blogpost heißt es, man müsse nur ca. 20 etwas überlappende Fotos von einem Ort machen und alle paar Wochen würde das System dann neue „look arounds" (dt. „umsehen") hinzufügen. — Super, darauf warte ich bei Microsoft schon seit langem.

panoramio umsehen funktion
Zur Ausgangsseite…

panoramio detailansicht mit zoom-funktion
Zur Detailansicht…

Sehr schön gemacht.

[tags]3d, datensicht, foto, fotografie, interface, kollaboration, microsoft, research, visualisierung, webapplikation, google[/tags]

Die 80-19-1-Regel zur Beteiligung in Communities

Die 80-19-1-Regel geht davon aus, dass

Mehr dazu schreibt Bred Feld und bezieht sich damit auf seine Erfahrungen aus diveren Startups, die er mit finanziert hat.

Er sagt, um wirklich zu wachsen, müsse man die 19 % atkivieren. Die sollten mindestens in der Summe so viel Content generieren wie die 1 % besonders aktiver Nutzer.

Ein guter Artikel mit guten Crosslinks und Kommentaren.

An anderer Stelle wird sich auf den Artikel bezogen und flüchtig darüber nachgedacht, welche Funktionen man zur Verfügung stellen sollte, um die jew. Nutzergruppe anzusprechen.

Kennt ihr weitere gute Artikel zum Thema?

[THX@Marian für das Suchwort]

Jacob Nielsen hat auch über dieses Thema nachgedacht. Er nennt es 90-9-1-Regel und schreibt darüber in einer Alertbox von Oktober 06. [via nx-Blog]
Kommentare zum Link via delicious

Corporate Communication bis zur Stellenausschreibung

Wirklich gute Jobs erkennt man an der Farbe" und an guter Corporate Communication bis ins letzte Detail, das eine Firma ihre Marke wirklich lebt. Ein paar Ausschnitte:

Assistent der Geschäftsführung (m/w)

Sie lieben das Extreme? Dann ist dieser Job genau das Richtige. Als persönlicher Assistent unseres Geschäftsführers können Sie Ihr Kommunikationsbedürfnis voll und ganz ausleben. Sie kümmern sich um die Korrespondenz und organisieren mit Reisen, Vorträgen und Veranstaltungen sein halbes Leben. Außerdem begleiten Sie ihn als „Flying Backoffice“ bei Business-Trips nach Stockholm, London oder Paris – tolle Städte, auch wenn Sie davon leider nur den Flughafen sehen. Dafür kennen Sie den Terminkalender und das E-Mail-Postfach in- und auswendig und schütteln zu jedem beliebigen Zeitpunkt alle wichtigen Infos aus dem Ärmel. Aktuelle Themen haben Sie natürlich auch immer parat und machen daraus auf Verlangen ruck-zuck eine eindrucksvolle Präsentation, und das auch unterwegs im Auto. Alles in allem kein leichter Job, der aber auch viel Spannendes und Gutes bietet.

Der Job ist Stress pur, aber Sie brauchen das. (…)
Wenn Sie dazu noch (…), bewerben Sie sich bitte schnell.

Haben Sie Lust auf Gelb bekommen? Dann freuen wir uns auf Ihre Online-Bewerbung.

Per Post geht es natürlich auch: (…)

Jetzt bleibt für Yello nur zu hoffen, dass diese ehrliche und direkte Kommunikation nicht nur zur Marke, sondern auch zu einem Bewerber passt :).

[tags]kommunikation, marke, markenmanagement, corporate communication[/tags]

Das Gleichnis von der Stadt und der Community…

Sehenswert: Der Elekrtische Reporter vom Mai: „47: Jeff Jarvis über Journalismus im Internet-Zeitalter"

Von mir gesammelte Kernaussagen:

PS: Mario, bitte lade die Videos auch weiterhin bei YouTube und bei Sevenloard hoch! Das ist doch schon komisch, dort nur alte Folgen zu sehen…

[tags]Web2.0, Community, Communitybuilding, Journalismus, Medien, Startup[/tags]

Ein 2.0-Interface für den ÖPNV und die 1.0-Denke der KVB…

Seit ich mehr und mehr mit Bus, Zug, S-, U- und Straßenbahn durch Köln fahre, wünsche ich mir immer häufiger ein Tool wie Bret Victors BART Widget (Case Study).

Einfach die Start- und Zieladresse auf der Karte anklicken und schon könnte mir die Applikation die Kombinationen möglicher Verkehrsmittel samt Fahrzeit und Umsteigeorte anzeigen.

Zwei Klicks, einmal gucken — wie viel einfacher kann es einem ein Computer machen, die richtigen Entscheidungen zu treffen?

The BART Widget
(Das BART Widget mit seiner Karten- und Reise-Ansicht. Leider kann man hier keine Adressen eingeben, sondern nur Haltestellen anklicken.)

Technisch gesehen ist so eine Applikation ja auch gar nicht so kompliziert. Google Maps liefert die Karten, Haltestellen-Geodaten kann man usergenerated sammeln lassen, Flash oder HTML+JS erlauben agile Interfaces wie Bret sie vorgemacht hat… Einzig die offene Schnittstelle der Kölner Verkehrsbetriebe fehlt, um die nötigen Verbindungsdaten zu liefern.

Und auch wenn ich mir über die Antwort schon sicher war, wollte ich trotzdem hören, was die KVB wohl dazu sagt, schließlich zeigt sie sich mit Ihren Handytickets schon ziemlich modern, bietet ihre Fahrpläne in allen möglichen Formaten zum Download und fragen prominent in der Topnavigation nach Feedback.

Also fragte ich sie nach einer API um eigene Visualisierungen möglich zu machen. — Die Antwort kam auch schon nach wenigen Tagen vom „Bereich 1312, Verbesserungsmanagement" und ist einfach ein zu schönes Beispiel für die Offenheit, die Firmen bisher vom Web2.0 gelernt haben, als dass ich sie hier vorenthalten wollte:

Sehr geehrter Herr Jordans,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Es liegt nicht in unserem Intereese, dass eine eigene Visualisierung in welcher Form auch immer stattfindet.
Wenn jemand die Fahrplanauskunft auf seiner Seite anbieten möchte, stellen wir ein kleines HTML-Tag zur Implementierung zur Verfügung.
Sollten Sie daran Interesse haben, senden Sie uns bitte Ihre URL, damit wir die Inhalte ansehen und bewerten können.
Freundliche Grüße
Kölner Verkehrs-Betriebe AG
i.A. (…)

Danke, KVB, ihr habt es verstanden! :-).

[tags]datensicht, density, api, koeln, reisen, karte, interfacedesign, webaplikation[/tags]

Neues BumpTop-Video

Matthias C. Schroeder berichtet von einem neuen Video von der 3D-Schreibtisch-Umsetzung „BumpTop". Darin sieht man, dass die Software sich nahezu übergangslos in Windows Vista integrieren wird. Sie soll noch dieses Jahr in drei Versionen veröffentlicht werden.

PS: Laut Suchfunktion habe ich darüber noch nicht geschrieben. Kann das sein?… :)

[tags]interfacedesign, 3d, betriebssystem, hci, windows[/tags]

Visualisierungen und die neue API von Google

Eben noch habe ich das neue DabbleDB-Video angeschaut und gedacht, wie toll es ist, dass DabbleDB so hilfreiche Visualisierungen wie die Kartenansicht und die Gruppierungen so einfach macht.

Für mich ist das einer zentralen Vorteile (USP) von DabbleDB. Schließlich geht es darum, möglichst schnell, möglichst aussagekräftige Informationen aus den Daten herauszuziehen. Das macht Office 2007 mit seinen Heatmaps sehr schön und ist auch die Motivation von Mihai Parparita gewesen, als er seine Google Mail-IMAP-„API" gebaut hat um seinen E-Mail-Verkehr zu analysieren (via). Eine Funktion die ich zuletzt bei dem Outlook-Plugin XOBNI gesehen habe (Invitations gibts bei mir).

Da hätte es mich eigentlich nicht wundern dürfen, dass Google dieses wichtige Thema gleich aufgreift und eine dicke API d'raus baut (via). Erst Recht nicht, da sie vor ein paar Tagen erst YouTube-Videos mit Statistik-Visualisierungen von Analytics (Karte mit HeatMap) und Google Finance (Chart-Komponente) ausgestattet hatten.

In der Dokumentation der Google Visualization API findet man eine lange Liste mit allen möglichen Darstellungsformen — die meisten davon kann man übrigens in Google Docs/Spreadsheet nutzen (Videodemo) und als Gadget auf seiner iGoogle-Seite hinzufügen.

Under den vielen gewöhnlichen Diagrammen (Balken, Kuchen, …) sind zwei, die besonders wichtig sind:

1. Die Motion Chart-Ansicht, die ich bisher nirgends gesehen habe — außer bei dem inzw. von Google gekauften Gapminder-Projekt.

Motion Chart

2. Die Interactive Time Series-Ansicht, die es im Fokus+Context-Prinzip bei Google Finance seit längerem erlaubt, große Datenmengen sehr kompfortabel zu durchstöbern.

Interactive Time Series

Ich bin sehr gespannt, was uns in diesem Bereich noch alles erwartet und an welchen Stellen wir zukünftig bessere Sicht auf unsere Daten bekommen werden. Hans Rosling (mehr bei mir) wird sich jedenfalls freuen, dass seine beiden TED-Talk-Wunsche jetzt in refüllung sind: Zum einen sind die UN-Daten kürzlich öffentlich zugänglich gemacht worden, zum anderen hat mit der Google API jetzt jeder die Möglichkeit, seine tollen Visualisuerungen zu nutzen.

[tags]visualisierung, google, api, density, diagramm, datensicht, statistik[/tags]