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Alle Funken für das Thema hardware:

Warum Geeks die MacBook-Air-Verkäufe unterschätzten

Ein tolles Zitat von Terry Sutton:

Geeks have a tendency to drastically overestimate the value of extendability, number of ports, and benchmarks while drastically underestimate the value of design, feel, and convenience as perceived by regular people. This would seem a case in point.

Zum Hintergrund erklärt er kurz zuvor:

„The MacBook Air has been the top selling Mac since before the middle of February, outselling the MacBook, the iMac, and the MacBook Pro—this, despite week-long shipping delays."

[tags]Hardware, Design, Produktdesign, User Experience[/tags]

Multi-Touch-Technologie auf dem Trackpad

Auch wenn es inzwischen wahrscheinlich schon alle gesehen haben, sei zur Archivierung unter dem Schlagwort Multi-Touch noch einmal erwähnt, wie toll die Idee von Apple ist, das Trackpad mit Multi-Touch-Funktionen auszustatten.

Wer die Videos noch nicht gesehen hat: Die Apple-Gesten-Tutorials zeigen, was möglich ist… besser aber noch ist das handgemachte Demovideo über das Macnotes berichtete.

mutitouch

Ich finde das aus unterschiedlichen Gründen spannend.
Zum einen zeigt es, mit wie einfachen Mitteln man auch bestehende Eingabegeräte verbessern kann. Zum anderen ist es eine super Übersetzung von den Multitouch-Displays, über die zur Zeit jeder spricht (und die jeder lernt), hin zu einer eigentlich unterentwickelteren Technik. Und nicht zuletzt sind diese Gesten einfach gut durchzuführen und funktionieren.

Wie soll man mit seinem Notebook-Accu umgehen?

Vor drei Jahren habe ich auf diese Frage eine Antwort gesucht aber keine klaren Aussagen dazu gefunden. Damals wollte ich die Akku-Lebensdauer meines Dell-Notebook optimieren und habe es dann einfach nach belieben am Netzstecker gelassen. Im Übrigen ein Vorgehen, dass sich als bequem und auch nicht sonderlich Nachteilig erwiesen hat…

Jetzt nach einem Monat Nutzung meines neuen IBM ThinkPad erhalte ich plötzlich diese Meldung und bin angenehm überrascht über den Hardware- und Software-Service, den IBM/Lenovo in seine Geräte eingebaut hat:

akkuwartung lenovo

Die „Akkuwartungs"-Software informiert mich über den richtigen Umgang mit meinem Akku im Netzbetrieb und gibt mir die Möglichkeit, auf die Aufladeautomatismen Einfluss zu nehmen.

Solche Funktionen hatte mein Dell nicht und ich kannte sie bisher (nur ohne Dialog) nur von Macs.

Danke, Lenovo, so ist es richtig! :)

[tags]laptop, hardware, software, userexperience[/tags]

Interface für den 100$-Laptop

Die Idee des „One Laptop Per Child" (OLPC) hat mich schon vor einem Jahr fasziniert. Seit dem habe ich immer wieder Zeitungsartikel und Berichte gesehen.

Dass das Projekt weiter geht und an Popularität und Durchsetzungskraft gewinnt, konnte mir dann zuletzt Nicholas Negroponte selbst in seinem 18-Minuten-Vortrag während der TED-Talks erzählen.

Und jetzt wurde der nächste Realisierungsschritt eingeleitet: Man beginnt am UserInterface zu arbeiten.

Wie schon bei der Hardware und dem OLPC-Gedanken insgesamt geht Negroponte auch bei der Bedieneroberfläche radikal vor, löst sich von allem Bekannten und versucht eine optimale Lösung für seine Zielgruppe zu finden.

Das Ergebnis sieht zur Zeit so aus:

olpc interface

Als ich dieses Interface zu erst sah, dachte ich: schade, dass Jef Raskin nicht mehr lebt, das wäre seine Chance sein Interface-Konzept voran zu bringen.

Außerdem glaube ich, dass sein Archy-System an einigen Stellen besser funktioniert(e) als der aktuelle OLPC-Software-Prototyp.

Aber ich möchte an dieser Stelle gar keine Usability-Review schreiben, sondern einfach auf weitere Quellen verlinken. Eines ist Negropontes System nämlich sicher: Wert beachtet zu werden…

to be continued

[tag]olpc, ngo, laptop, hardware, software, interfacedesign, betriebssystem, tedtalk, video, raskin, user-interface[/tag]

Tastaturdesign #2 und capsoff.org

Mein Artikel Tastaturdesign bekam im Laufe der Zeit vier Updates erhalten und zwei interessante Kommentare.

Zusammengefasst handelt Artikel #1 von den beiden Tastaturbelegungsansätzen Qwerty/Quertz (aktuell) und Dvorak (besser), berichtet von Menschen die wirklich umgelernt haben, linkt auf die Entstehungsgeschichte beider Ansätze und in den Kommentaren zu speziellen deutschsprachigen Optimierungsansätzen.

Matthias Schroeder (von Schroeder+Wendt) beschreibt in seinem „Interface Design und Usability Blog" jetzt zwei weitere interessante Lösungen, die ich unten zitiere.

Unten findet ihr außerdem einen Hinweis auf die capsOFF-Kampagne gegen die Capslock-Taste!

weitere alternative Ansätze

TypeMatrix 2030 ist an einigen Stellen radikal, an anderen gewöhnlich. Das Promo-Video (YouTube) zeigt recht gut, was verändert wurde:

Schön ist, dass es sowohl ein Qwerty- als auch ein Dvorak-Layout gibt. Dem Rückgaberecht bei Unzufriedenheit vertraue ich dabei jedoch nicht ganz. Auch wenn die Firma schon länger im Bereich der Tastaturoptimierung arbeitet, wie dieser Vergleich von TypeMatric 2020 vs. 2030 zeigt.

Was das Verkaufsversprechen für die 110 $ teure TypeMatrix angeht, Benutzer würden ihre Tipp-Schmerzen loswerden, stimme ich Matthias nur zum Teil zu: Das Problem haben nicht viele, ein paar jedoch schon. Jensen Harris und Geoffrey Grosenbach zum Beispiel wie im Artikel #1 erwähnt. Mich interessiert auch eher der Geschwindigkeits- und Entspannungsvorteil dieser Layouts. Dabei spielt aber meiner Meinung nach die grade oder versetzte Anordnung der Tasten keine Rolle.

Nett ist auch die Idee der combimouse die Matthias zeigt.

combimouse.com

Auch hier gibt es Video — leider ist es viel zu kurz und zeigt nur wenige Bewegungen, die es mir nicht ermöglichen, die Bedienungsqualität zu beurteilen…

CAPSoff-Kampagne

Zufällig war das gestern noch Thema auf einer Party: Als ich sagte, dass die Capslock-Taste verboten gehöre, weil sie total Sinnlos sei, fand ich mich prompt in der Defensive wieder und musste mich rechtfertigen, wie ich es wagen könne, etwas weg nehmen zu wollen, das eventuell jemand auf der Welt nutzen könnte.

Quatsch! Die Taste ist auf 99,9% der Tastaturen nutzlos und in noch mehr Fällen richtet sie mehr Schaden an, als sie gutes Tut — und sei es nur der Zeit-Verlust durch nötige Korrekturen.

Jacob Nielsen würde jetzt wahrscheinlich (wie damals bei Antialiasing von Text) ausrechnen, wie viele Millionen eine Volkswirtschaft im Jahr durch die böse Capslockstaste verliert…

Pieter Hintjens geht einen anderen Weg, wie ich heute über diesen Spiegel-Artikel (Danke Manuel) erfahre. Er startet die CAPSoff-Kampagne und möchte 1 Million Dollar sammeln, um sie dem zu geben, der eine bessere Tastatur gestaltet.

In seinem Blog zur Aktion ließt man über die unterschiedlichen, meist emotionalen Reaktionen auf sein Vorhaben sowie davon, dass in diesem Zuge auch die nahezu funktionslosen Print, NumLock und ein paar andere Tasten verschwinden sollen.

Ich habe dieses Problem übrigens für mich persönlich schon vor 2 Jahren behoben, als ich nach einiger Recherche den tollen Artikel von T. Haller fand: Disable Caps Lock (mittels eines Registry-Eintrags)

PS: Ich wünschte, Hintjens würde in diesem Zuge gleichzeitig dafür sorgen, dass eine neue Standard-Tasten eingeführt wird: Arbeitstitel „Second-F-Function"-Taste. Ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich an einer der Microsoft- oder Logitech-Tastaturen sitze. Zwar wurden dort tolle neue Funktionsbelegungen für die F-Tasten ersonnen, diese jedoch mit einer typisch-modalen „F-An/Aus"-Taste versehen. Warum ließt dort eigentlich niemand Jef Raskin?

[tag]tastatur, ergonomie, kampagne, hardware, produkt, usability, raskin[/tag]

100$-Laptop

Man stelle sich einen Laptop für 100$ vor, den jedes Kind in den armen Ländern der Welt über staatliche Programme bekommt.

Was bedeutet es wohl, wenn auf all diesen Computern Linux läuft?
Was bedeutet es, wenn Millionen Kindern schnellen Zugriff auf die enormen Lern-Möglichkeiten des WWW haben?

Als ich den „Die Zeit – Wissen"-Artikel Laptop mit Handkurbel las, fragte ich mich, wie dieses Gerät wohl aussehen mag. Dass es aber so gut durchdacht und auch designed wurde, habe ich nicht erwartet.

Die Hardware ist auf ein Minimum reduziert — aber bei weitem nicht schlecht. Im Zusammenspiel mit einem entschlackten Betriebssystem kann man aus dem halben Gigahertz Prozessor und der Gigabyte-Festplatte schon sehr viel rausholen.
Wiedersprüchlich sind zur Zeit die Angaben über das Display.

The proposed $100 machine will be a Linux-based, full-color, full-screen laptop that will use innovative power (including wind-up) and will be able to do most everything except store huge amounts of data.

Heißt es einleitend in den FAQ. Logischer klingt, was weiter unten steht:

The first-generation machine will have a novel, dual-mode display that represents improvements to the LCD displays commonly found in inexpensive DVD players. These displays can be used in high-resolution black and white in bright sunlightall at a cost of approximately $35.

Wirklich interessant, was sich da ausgedacht wird.
Aber es gibt noch mehr:
1. Wegen der problematischen Stromversorgung, wurde ein Handkurbel-Generator integriert — tolle Idee.
2. Der Tragegurt des Computers dient gleichzeitig als Stromkabel (JPG-Bild) — das habe ich auch noch nicht gesehen.
3. Das Gerät kann man umklappen und als Videowiedergabegerät nutzen.
4. Und auf einigen Fotos wird nicht nur auf das Touchpad mit einem Stift geschrieben, sondern auch auf das Display. Die werden dort doch nicht etwa einen Tablet-PC draus machen? (JPG-Bild)

Mehr Informationen auf der Seite $100-Laptop-Projektseite und bei Pro-Linux.

Update 05-11-20: Tamim schreibt im Datensichtweblog auch hierüber. Dabei habe ich bemerkt, dass die Fotos auf der Projektseite aktualisiert wurden. Unter Umständen passt mein Text jetzt nicht mehr zu den verlinkten Seiten.

Tastaturdesign

Tastaturdesign Abcd vs Qwerty vs Dvorak – Wie man es nicht besser macht und wie man es schon besser gemacht hat.
Umlernen?… Würde ich, wenn denn da nicht das Problem der inkompatibilität zu anderen Systemen wäre. :)
[via Tim Bruysten]

Update via Andi 05-07-14: Eine super Erfindung: Tasten die aus LCDs bestehen.

Update 05-10-31: Es gibt tatsächlich Menschen, die umgelernt haben. Jensen Harris berichtet in seinem Office-Blog, dass er schon seit Jahren das Dvorak-Tastenschema verwendet. Und damit scheint er nicht allein zu sein. Er verlinkt auf eine Tastatur die ein Umschalten des Layouts per Button ermöglicht und auf einen Shop in dem man Aufkleber für seine eigene Tastatur kaufen kann.
Sehr interessant. Jetzt wüsste ich nur, ob Dvorak auch für die deutsche Sprache optimaler zu verwenden ist…

Update 05-11-13: Those keys made their first appearance on a rickety, clumsy device marketed as the „Type-Writer" in 1872.Entstehungsgeschichte und Optimierungsansätze

Update 06-02-14: Heute lese ich im Weblog nuby on rails, dass auch Geoffrey Grosenbach auf Dvorak umgestiegen ist. Er beschreibt, wie er das Umlernen erlebt hat und dass er jetzt glücklicher Dvorak-Benutzer ist.