flying sparks ein Weblog von Tobias Jordans zu den Themen software designstudium web2.0 webdesign informationsdesign oekologie werbung usability tj video interfacedesign marketing // alle Themen...

Alle Funken aus 2006:

Communities sind nicht immer soziale Netzwerke

Pixelsebi, Patrick (Werbeblogger) und Tim unterhalten sich in ihrem 5. Podcast gemeinsam über Communities.

Ein interessanter Podcast zu dem ich ein paar Gedanken anfügen möchte:

Patrick sagt, Communities wie MySpace seien geprägt von Nischen, nennt aber gleichzeitig die Wichtigkeit der Gesamtplattform. MySpace und derartige Communties (Wikipedia zählt für mich als 2. Beispiel dazu), leben weder von ihren Nischen noch von ihrer Größe. Sie leben vom Wechselspiel zwischen beiden Extremen. Ob ich ein Nischenhobby habe und darüber auf Wikipedia schreibe oder eine Nischenvorortband bin und mich bei MySpace promote. In beiden Fälle böte mir das Netz genug eigene kleine Nischen. Trotzdem entscheiden sich beide für eine gigantische Community in der (meist vergeblichen?) Hoffnung, dass deren positive Marke auf die eigene Arbeit abfärbt und man auf der Plattform wahrgenommen wird.

Völlig zustimmen möchte ich Sebastian der sagt, Communities dürfen nicht als neue Plattform für klassische Werbung verstanden werden, sondern als Dialog. Schließlich ist es am Ende viel wirksamer, Kunden eines Produktes zu Fans meiner Marke zu machen (vgl. Markensoziologie-Referat, PDF, z.B. Seite 13).

Auf die Frage des Werbebloggers an Sebastian, ob Communities immer soziale Netzwerke sein müssen, weicht meine Meinung ab:
Seine Argumentation, dass Communities immer Äquivalente im Meat-Space (Begriff vom Barcamp ;)) haben, scheint zuerst richtig.
In diesen Fällen sind Communities sicher am einfachsten und effektivsten. Dort ist das Internet erstmal nur ein neues Tool mit neuen Möglichkeiten.

Ein Beispiel wären also Schüler, die sich (nach dem ABI) in einer virtuellen Gruppe treffen. Oder — um bei einem eigenen Projekt zu bleiben — Stämme, die ihre Website als Community verstehen.

Die Argumentation ist jedoch schwerer anzuwenden, wenn sich im Internet neue Communties einfach anhand von gemeinsamen Interessen bilden. Zwar sind die Menschen in der Pfadfinder-Gruppe des OpenBCs alles Pfadfinder (mehr1, mehr2), das ist aber auch das einzige (wenn auch starke) verbindende Element.

Ganz aus dem Raster fallen aber die ganz virtuellen Communities. Hier geht es nichtmehr um das soziale Netzwerk aus der Fragestellung, sondern um einfache gemeinsame Interessen. Als ich vor Jahren begann, JavaScript zu schreiben, wurde die JS-Newsgroup schnell zu einem wichtigen Teil meiner Arbeits-/Fehler-Such-Prozesses… Hierbei geht es aber nicht um das soziale Netz der JavaScriptler, sondern um das Arbeiten an einem gemeinsamen Thema.

Also: Müssen Communties soziale Netzwerke sein: Nein, sie müssen nicht. In letzter Zeit arbeiten die meisten Projekte darauf hin, trotzdem existieren parallel aber die einfachen (Zweck)Gemeinschaften weiter.

2. Multi-Touch Interaction-Video

Anfang des Jahres ging es wie ein Lauffeuer durch die Bloggosphäre und obwohl diese Metapher gut zu flyingsparks gepasst hätte, habe ich mir das x-te me-too-Post gespart.

Jetzt gibt Tamim mir mit seinem Hinweis auf dieses inzwischen auch wieder 2 Monate alte zweite Video der Multi-Touch Interaction Research von Jeff Han: Auf TED-Talk gibt er eine kommentiere Live-Präsentation.

Wer das erste Video kennt, sieht visuell nicht viel Neues, hört aber, was Jeff Han dazu zu sagen hat und erlebt ihn persönlich an seinem genialen Touchscreen…


(Auch direkt auf der TED-Talk-Website)

PS: Die TED-Talks erweisen sich überhaupt als ziemlich interessant.

Via Interface Design und Usability Blog:

Und schon wieder ein MultiTouch-Interface. Dieses allerdings mal nicht von Jeff Han, sondern von Daniel Lüthi und Christian Iten. Wie die Namen schon ahnen lassen, handelt es sich hierbei um zwei Schweizer genauer gesagt, zwei Studenten vom Interaction Design Studiengang der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich.

Das Besondere: Im Gegensatz zu Han’s Konzept, können bei diesem Interface jedoch noch real existierende Objekte mit einbezogen werden. Im Video gut zu sehen: Ein frei platzierbarer Drehknopf, mit dem sehr effektiv Menüpunkte ausgewählt werden können.

jQuery und Jamal

jQuery ist ein JavaScript-Framework und gehört damit in die Liste von Prototype und Dojo. Timo Derstappen (teemow.com) hat uns dazu auf dem Barcamp in Berlin eine sehr gute Einführung gegeben und dabei auch sein eigenes Projekt Jamal vorgestellt.

jquery

Jamal baut auf jQuery auf und bringt das MVC (Model-View-Controller)-Prinzip in die Welt des JavaScripts. Timo entwickelt das gerade während er ormigo programmiert. Ormigo verwendet — wie heute üblich — viele JavaScript- und AJAX-Effekt im Interface und steht damit vor dem Problem, die vielen JavaScript-Funktionen sinnvoll zu verwalten. Timos interessante Lösung orientiert sich an Ruby On Rails und CakePHP und soll auch mit diesen Frameworks zusammenarbeiten.

jamal logo

Mehr über jQuery und Jamal unter diesen Links:

Selbsterfahrung:

Auf der Rückfahrt im Zug hat mir Timo geholfen, mit Hilfe von jQuery die Bedienbarkeit des MenüManager-Plugins von ScoutPress zu verbessern. Dieser erste Praxistest zeigt mir: Das Aneinanderhängen von Funktionen und der Verzicht auf die vielen zusätzlichen leeren Funktionen, wie sie in Prototype vorkommen, erleichtern das Lernen erheblich. Es gibt einige gute Tutorials auf der sehr aktiven jQuery-Seite, so dass ich glaube, ich könnte zügig weiterkommen ;-).
Trotzdem gibt es ein paar Stolpersteine über die Timo vielleicht einmal mehr schreiben kann. Ich hoffe, dass einem sein Framework an diesen Stellen noch weiter unter die Arme greift damit die Arbeit noch leichter wird…

Vielen Dank, teemow

[tag]javascript,programmierung,empfehlung,vergleich,barcamp,konferenz,usability[/tag]

Animierte Geschichtsstunde der Imperien

„Wer hat den mittleren Osten im Laufe der Geschichte kontrolliert?" fragt der anonyme(?) Gestalter der Maps Of War.

Seine Antwort „So ziemlich jeder" hat er dabei schön visualisiert und weblogfreundlich als Embed-Objekt (funktioniert nicht) zur Verfügung gestellt:

Imperial - History

[thx@kon]

[tag]datensicht, continuity, animation, geschichte, politik, informationsdesign[/tag]

Nachschlagewerk Grafikdesign

Einen schmackhaften Leseapfel hat die Agentur FUENFWERKEN DESIGN zu bieten. „Apfel i – Die rechte Maustaste" vermittelt in optisch ansprechender Aufmachung handwerkliches Rüstzeug eines Grafikdesigners. Welche Höhe und Breite hat das DIN A5-Format? Was muss ich bei der Gestaltung eines Briefpapiers alles beachten? Und was war noch mal der „Schusterjunge" und das „Hurenkind"?

Ein schönes Nachschlagewerk für den Pixelkünstler und die Antwort auf fisselige Kunden, die es ganz genau wissen wollen. Als Druckerzeugnis ist „Apfel i" vergriffen, aber auf der Agenturwebsite kann sich nun jeder ein 32 Doppelseiten starkes PDF kostenlos herunterpflücken (zip). (Deutsch) (md)

[via Dr-Web-Newsletter]

Eine schönes Buch das viele Fakten des Grafikeralltags übersichtlich zusammenfasst.

[tag]buch,download,empfehlung,design,grafikdesign,computer,dtp[/tag]

ReTag Post-Extension 0.11 for UTW (dont use anymore!)

This Plugin is no longer being updated. Please update your Weblog zu WP 2.3 and use the great SimpleTags-Plugin. There is a Page for Massediting which does exactly what I did and better!

Note for german readers: Zielgruppengerecht ist dieses Post ausnahmsweise in englisch.

New Version 0.11 — see below.

I use the Ultimate Tag Warrior-Plugin for WordPress here at flyingsparks and at pfadiblog.de and its a great tool!

But there was one thing I really needed: An easy and fast way to review and change the tags of my posts.

And since I needed to spend some time with different things than scoutpress here it is:

Artikel weiterlesen…

Online-Outliner SproutLiner

Meine Outliner-Liste führt mit 13 Kommentaren glaube ich die meine Topliste an. Sie wird übrigens immer wieder aktualisiert… diesmal jedoch mit einem eigenen Post damit es auch alle mitbekommen :)

Ich hatte mich schon ein paar mal gefragt, warum noch niemand versucht hat, die Funktionen von OmniOutliner im Web nachzubilden. (Wenn es schon keinen Windowsklon gibt…).

Der Dr-Web-Newsletter beschreibt heute (Posted: Tue, 19 Sep 2006 22:46) iOutliner.

ioutliner.com bzw. sproutliner.com

Die Funktionen im Überblick: Ajax-Liste anlegen, verschachteln und (das ist etwas besonderes für mich als Win-Benutzer) Spalten. — Am besten ihr schaut schnell in die Flash-Demo rein.

Aber bevor ihr euch alle registriert: Man muss iOutliner nicht online nutzen. Es gibt den Source zum Download, denn es basiert auf zwei anderen OpenSource-Systemen: SproutLiner und ein LoginSystem „authlib".

Solltet ihr also kein Loginmanagement brauchen (ich habe es lokal nicht geschafft „authlib" zu installieren), empfehle ich direkt SproutLiner zu installieren.

Ein paar Tipps für den Umgang:

Installation: SproutLiner downloaden und die Installationstipps aus dem Forum (Eintrag ganz unten von brownie) lesen. Außerdem müsst ihr die JS-Datei korrigieren wie webman es am Anfang des 2. Drittels der Seite beschreibt.
Dann seid im Grunde schon fertig.

Ich habe jedoch ein paar der Neuerungen aus iOutliner in SproutLiner übernommen. Ein Code-Comparer wie WinMerge hilft dabei sehr.
Besonders hilfreich fand ich dabei die Ergänzung, die eine Liste der erstellen Outlines anzeigt. Zwar kann man jede Outline über ihren Namen erreichen, damit geht es aber leichter.

Großes Potential aber für Alltag noch zu hakelig.

SproutLiner hat meiner Meinung nach ein großes Potential und mir fallen spontan einige Punkte ein, die man ergänzen könnte um das System noch weiter zu verbessern…

Trotzdem bleibe ich bis auf weiteres bei Tkoutine. Diese Software kann zwar leider keine Spalten, dafür fehlen mir aber doch noch ein paar klassische GUI-Funktionen aus dem Bereich der Drag-Drop-Delete-Interaktion.

netjaxer.com

Übrigens: Die Leute die iOutliner gemacht haben, stecken auch hinter Netjaxer. Eine schöne Idee die auch durch die Video-Demo klar wird: Ein Tool das aus den diversen Online-Applikationen Quasi-Desktop-Systeme macht.

[tag]outline,software,bewertung,test,web2.0[/tag]