flying sparks ein Weblog von Tobias Jordans zu den Themen software designstudium web2.0 webdesign informationsdesign oekologie werbung usability tj video interfacedesign marketing // alle Themen...

Alle Funken für Dezember, 2005:

Update to 1.0

gem install rails --include-dependencies und 20 Sekunden später ist alles aktualisiert und läuft.
Sauber!

RadRails kann mehr (Video)

RadRails ist eine hervorragende Ruby On Rails-Entwicklungsumgebung (Eclipse-basiert), die aus meiner Sicht alle anderen in den Schatten stellt.
RadRails wird zwar erst seit ein paar Monaten entwickelt, trotzdem musste ich feststellen, dass ich schon jetzt nicht mehr alle Kernfunktionen mitbekomme. Zum Glück soll es zukünftig Lernvideos geben… — ein erstes ist schon jetzt online: „RadRails Import Existing Project Video". Hört sich erst mal nicht interessant an, zeigt aber dann, wie einfach man WebBrick in RadRails startet und den eingebauten Browser und DB-Manager nutzt… Sehr praktisch!

PS: Wer es bis jetzt noch nicht getan hat, sollte sich die RadRails-Podcasts nicht entgehen lassen. Wie klingt es, wenn drei(?) Programmierer mehre Tage und Nächte zusammen an einem Tool coden und anschließen gegen 2 h Nachts darüber philosophieren…?

Wohn-Würfel / Funktion auf kleinstem Raum

Wohnwürfel-Bilder

Kochen, arbeiten, duschen, schlafen auf gut sechs Quadratmetern – geht denn das? Studenten der TU München entwarfen einen mobilen Würfel mit Hightech und verblüffender Wohnqualität. Der Minihaus-Architekt ist davon so überzeugt, dass er selbst als Testwohner eincheckt.

  1. Wohnen im Würfel: Quadratisch, praktisch, eng – UniSPIEGEL – SPIEGEL ONLINE + Bildergallerie
  2. Google-Bilder
  3. BR-Online-Artikel + Bilder
  4. Spielraum-Artikel + Bild
  5. Zeit-Artikel

Hilfe-Funktionen helfen nur Experten

Jensen Harris schreibt in seinem Office12 User Interface Blog „Help Is For Experts"

…"help" in Office is mostly used by experts and enthusiasts.

How can this be? I think my biased assumption was that experts know how to use the software already and eager novices would be poring over the documentation trying to learn how to be more effective using it.

Yet, in usability tests we see it again and again: novices and intermediates click around and experiment, experts try to reason things out and look them up in help.

Why is that? I don't know the answer, but I can speculate.

Der Artikel bringt ein interessantes Thema auf den Punkt, das ich auch schon häufiger erlebt habe: Die Hilfe-Funktion wir von unerfahrenen Benutzern kaum oder gar nicht verwendet.

Um so wichtiger ist es, dass die Bedieneroberflache an sich das Lernen der Funktionen möglich macht. Das passende Schlagwort dazu lautet „Learnability" (Linksammlung bei Del.icio.us) diskutieren wir auch im Continuity-Seminar intensiv.

Die Vermutungen, die Harris aufführt, warum die Hilfe selten verwendet wird, kann ich nachvollziehen und unterstreichen:

Und die Lösung des Problems?
Jensen Harris listet hier nur ein paar Vorschlage.
Oliver Wrede sagt: mehr Learnability.

Update 05-12-04: Jensen Harris zeigt in einem weiteren Artikel ein interessantes neues Konzept, das einige der angesprochenen Probleme lösen wird (ich bin zuversichtlich): „SuperTooltipps".

Consumer Empowerment — kennt man schon?

Was ist Consumer Empowerment?

A themed blog about a big new trend in business: letting target buyers call the shots on your marketing and innovation. Empowerment as a business strategy unlocks growth by stimulating affinity, adoption and advocacy.

So steht es imConsumer Empowerment-Weblog, das von einigen Wochen erst von dem deutschen Martin Oetting (ConnectedMarketing-Weblog) und dem Engländer Dr. Paul Marsden gestartet wurde.

Das Marketing entdeckt also die Macht der Konsumenten und möchte sie kanalisieren. Doch diesmal nicht durch Kommunikationsarbeit, die auf uns Verbraucher einprasselt, sondern durch das künstlich geschaffene Gefühl, wichtig zu sein, Entscheidungen treffen zu können, also Macht zu haben.
Dass Verbraucher Macht haben, steht außer Frage. Andere Menschen haben diese Zusammenhänge Markensoziologie genannt und treffend verallgemeinert mit die Macht der Gemeinschaften umschrieben (mehr im Referat Markensoziologie).

Hinter „Consumer Empowerment" steckt im Grunde also nichts anderes, als die Strategie, dem Unkontrollierbaren das zu geben, wonach es scheinbar verlangt und es somit über Umwege doch in Bahnen der Kontrolle zu lenken?
Es wir jedenfalls eine große Herausforderung für die (junge) Kultur der Weblogs und sozialen Netzwerke, wenn immer mehr Geld zur Beieinflussung eben dieser eingesetzt wird (Beispiel, Beispiel).

Aber vielleicht ist dieses Phänomen auch nur ein weiterer Schritt zur Demokratisierung der Verbraucher. Schließlich werden all die „neuen" Ideen des Consumer-Empowerment schon seit langem und sehr erfolgreich durch die Open-Source-Communties gelebt.
In dem PDF, das die beiden erwähnten Blogger für MarketingProf.com geschrieben haben, wird das Kunden-Voting als Beispiel genannt: Man könne doch den Kunden teilhaben lassen an der Gestaltung eines neuen Logos…
Dass so etwas funktionieren kann, hat uns die Entwicklung des Logos für das OpenSourceCMS Joomla gezeigt.

Mal sehen, was als nächstes aus dem Web der User in das Netz der Firmen(sprache) schwappt :-)