flying sparks ein Weblog von Tobias Jordans zu den Themen software designstudium web2.0 webdesign informationsdesign oekologie werbung usability tj video interfacedesign marketing // alle Themen...

Alle Funken für Oktober, 2009:

Kein Umstieg auf Posterous. Workflow ungeeignet.

Ich habe kürzlich überlegt, flyingsparks komplett auf Posterous umzuziehen.

Das werde ich nicht machen.

Hier steht, warum.

Gründe, die dafür sprechen…

Trotzdem werde ich nicht umziehen können.

Gründe, die dagegen sprechen…

Fazit:

Was mir eigentlich Zeit sparen sollte, hat mich jetzt Zeit gekostet.

Posterous ist in seiner jetzigen Form noch nicht geeignet für Weblogs, bei denen das Erstellen eines Artikels ein Prozess ist. Ich muss löschen, einfügen und ändern können, bis ein Post fertig ist.

Für einfache Urlaubs-Blogs bei denen nur Fotos rausgehauen werden müssen, mag Posterous immer noch die beste und einfachste Wahl sein. Aber für den professionellen Bloggingbereich fehlen die nötigen Funktionen.

Das führt mich zurück zu einem Gedanken, den ich hatte, als das Posterous-To-WordPress-Features veröffentlich wurde: Es gibt eine Feature-Marktlücke für Blogger, die wie ich mit WordPress arbeiten aber einen einfacheren Umgang mit Bildern, Videos und PDFs suchen. Hier könnte Posterous helfen. Nicht als die beste webpublishing Plattform der Welt, wie Sachin mir auf meine Frage antwortet, sondern als der beste E-Mail-to-Weblog-Dienst, den es gibt.

Für mich kann solch eine Mail nur die Vorbereitung eines Posts sein (Video-Links in Embed umwandeln, PDFs hochladen und embedden, Bilder hochladen und einfügen, …). Die Endkontrolle und das Publizieren erfolgt dann aber im WordPress-Backend.

Wissen im A4-Format: KWK, Solar und Geothermie erklärt…

„In jeder Ausgabe bereitet das Greenpeace Magazin in seiner Serie „Wieso, weshalb, warum?“ ein aktuelles Thema verständlich und mit vielen Illustrationen auf."

Gerade habe ich entdeckt, dass es diese Wissens-Blätter auch als PDF zum Download gibt.

Hier drei Beispiele aus dem Energiesektor:

(download) Anzeige als PDF Vorschau leider nicht möglich, da in diesem PDF andere Sicherheitseinstellungen verwendet wurden. @greenpeacemag: Bitte das „kopieren" in den Sicherheitseinstellungen erlauben. Sonst kann man es nicht verbreiten :).

Click-to-Run in Office 2010 verspricht eine bessere Installations-Experience

Mit Office 2010 wird eine neue Technik eingeführt, die die Installations-Experience von Office stark verbessern wird (soll…).

In dem Promo-Video vergleicht ein Office-Entwickler das neue Installationsverhalten mit dem Streamen von Filmen im Web: Man kann den Film schon gucken, bevor er fertig geladen ist. Wenn man vorspult und dieser Teil noch fehlt, beginnt der Player dort weiter zu laden.

So soll es wohl auch in Office 2010 werden.

Ziel sei außerdem, die Klickstrecke in der Installation zu verkürzen und das wilde „Weiter"-Klicken zu vermeiden. Und man kann endlich mehrere Office-Versionen parallel installieren.

Um das alles möglich zu machen, scheinen einige grundlegende Veränderungen am technischen Aufbau von Office nötig zu sein. Microsoft nennt das die „streaming and virtualization technology", kurz AppVirt. Channel 9 hat zwei ausführliche und sehr technische Videos zu AppVirt. In der Anwendung für Office 2010 heißt das ganze dann „Electronic Software Distribution (ESD) technology".

Ich bin gespannt, wie sich dieser neue Installationsprozess anfühlt.

Zu einfach gedacht: Jason über Feature-Überfüllung

The solution to reducing clutter isn't clutter-reducing technology, it's less clutter in the first place.

The solution to reducing clutter isn't clutter-reducing technology, it's less clutter in the first place.

Jason Fried on Twitter

Ich halte diese Sichtweise für falsch. Weniger Feature ist nicht besser. Es geht darum, die richtigen Feature zu finden und diese dann optimal in die Arbeitsabläufe zu integrieren, so dass sie das Nutzererlebnis nicht unterbrechen. Es geht um Flow, Nicht-Ablenkung, Aufmerksamkeit, situationsgerechte Informationen… nicht um weniger Feature.

Erst recht nicht, „less feature in the first place". Wozu soll uns das erziehen? Sollen wir bei jeder neuen Idee erstarren und bangen, ob dieses Feature jetzt das falsche ist, das unsere App zumüllen wird? — Mir hilft diese Faustformel nicht weiter, im Gegenteil.

Bei der Frage um mehr Feature, empfehle ich, sich die Entwicklung von Office 2010 anzuschauen. Auch hier werden (wie schon in Office 2007) mehr und mehr Feature eingebaut. Aber es sind Feature, die sich verstecken und nur sichtbar werden, wenn man sie braucht.

Zwei Beispiele:

Die neue Einfügen-Funktion (Paste) von Office 2010 wird endlich richtige Hilfe anbieten bei den verschiedenen Möglichkeiten, Inhalte einzufügen. Da stecken mindestens ein Dutzend kleiner Feature drin. Na und? Gut so!

Die neue Schließen-Funktion von Office 2010 wird das Problem des Falschklickens im Dialogs „Möchten Sie das Dokument speichern vor dem Schließen?" endlich lösen. Office wird einfach das letzte Dokument zwischenspeichern, so dass man es wieder öffnen kann — egal wie man sich vorher entschieden hat.

Jason, wir brauchen komplexe Applikationen wie Office. Und wir brauchen Funktionen, die uns helfen, die Komplexität zu meistern.

Ich sage daher: Gebt mir mehr Feature… aber die richtigen.

Abonnieren von Feeds in Google Reader: Warum dieser überflüssige Klick?

Jedes Mal, wenn ich einen neuen RSS-Feed abonniere, frage ich mich, warum Google diese Prozess immer noch nicht optimiert hat.

Die Klickstrecke: In einem Blog auf den RSS-Feed klicken, in Firefox Google auswählen aus der Liste verfügbaren RSS-Clients, abonnieren klicken.

Jetzt für Google mich zuerst zu einer Vorschaltseite, auf der ich entscheiden muss, ob ich den Feed in meine iGoogle Startseite integrieren möchte, oder ihn in Google Reader abonnieren will.


User Experience?

Ich habe bisher glaube ich nur 1x auf iGoogle geklickt. Und das auch nur, um zu sehen, was dann passiert. Trotzdem fragt Google mich jedes Mal erneut. Keine Intelligenz, die erkennt, dass ich immer auf Google Reader klicke. Und auch kein Feature, das mir erlaubt Google Reader als Default auszuwählen.

Die Seite macht auf mich den Eindruck einer Quick-n-Dirty Lösung die dann leider nie schön gemacht wurde.

User Experience!

Besser wäre, ich könnte schon in Firefox Google Reader angeben. Und dann im Reader optional einen Feed umziehen auf meine Startseite. Ein modifiziertes Undo-Pattern also.

Spiele-Mechanismen in Communities.

Eine gute Zusammenfassung: Wie man die Mechanismen, die Spiele spaßig und süchtig machen auf Communities und Applikationen übertragen kann.

Note to self: Ich muss mein aktuelles Charity-Projekt stayscout.de nach diesen Checklisten überprüfen. Zum Beispiel das Prinzip durch seine Freundschaften anzugeben… Ideen willkommen :).

Slide: „The Startup Metrics Religion"

Dave McClure ist ein VC. Auf der FOWA 09 London, die kürzlich stattgefunden hat, hielt er diese Präsentation. Das Video dazu folgt hoffentlich bald.

Besonders interessant — abgesehen von dem wunderschön trashigen Design — ist das Slide über die laut McClure wichtigsten Regeln für Startups.

Slide 9 der Präsentation Startup Metrics

Slide 9 der Präsentation Startup Metrics