flying sparks ein Weblog von Tobias Jordans zu den Themen software designstudium web2.0 webdesign informationsdesign oekologie werbung usability tj video interfacedesign marketing // alle Themen...

Alle Funken für das Thema usability:

Non-Design

Drei interessante Artikel die ich später noch einmal aufmerksam lesen will um vielleicht im ScoutPress-Blog darüber zu schreiben:

Update 06-04-13: Interessant, dass gerade der bekannte und gute Designer Douglas Bowman an der Entwicklung des Google-Kalenders mitgewirkt hat.

Update 06-05-16: Und noch ein Artikel zum Google-Design: Derek Powazek (er hat Technorati redesigned) hält es für falsch, das Google-Layout zu kopieren. Es sei zu unpersönlich und ließe den Benutzer ein ganz spezielles Suchverahlten erwarten.

Update 06-05-27: Bei 37signals wird über Don Normans Aussagen über das Google-Design diskutiert. Eine Zusammenfassung einiger der Kommentare.

Delete Shortcut

Thema Sicherheit, Vista und das Löschen einer Verknüpfung in 7 Schritten:

deletingashortcut1sd.jpg (JPEG-Grafik, 789×2306 Pixel)

In irgendeinem Pod/Vcast habe ich schon gehört, dass man in Vista jetzt normalerweise einen Standard-Benutzer (keinen Admin) benutzt. Vista loggt sich für Admin-Tätigkeiten dann automatisch (na ja, mehr oder minder automatisch) als Admin ein.

Aber ist das wirklich die richtige Lösung um Sicherheitsprobleme zu minimieren? Die Bilderfolge beweißt das Gegenteil. Doch auch wenn Microsoft es hinbekäme auch die Details des Benutzererlebnisses zu optimieren (hier: unnötige Schritte zusammenfassen), es schiebt die Verantwortung lediglich an den Benutzer weiter.

Besser als nichts aber noch lange nicht gut genug. Ich bereite mich schon jetzt einmal auf die „Was soll ich tun"-Hilferufe vor, die mich dann bald ereilen werden…

Office-UI-Video

Jetzt habe ich schon so oft darüber gebloggt, dann gehört dieser Link auch hierher: The New Microsoft Office User Interface Video

Positiv: Das Video bestätigt: Die Interaktion läuft flüssig und die Performance scheint gut zu sein. Auch das neue Screendesign scheint im Liveeinsatz besser zu funktionieren als der Screenshot vermuten ließ.

Negativ: Auch diesmal hat MS es nicht geschafft, ästhetische Templates zu gestalten. Was bitte ist an diesem „super coolen" Footer cool? Auch bei den neuen Chart-Templates steckt die (un)schönheit im Detail. Bisher macht es alles den Anschein, als ob die Entwickler selbst „kreativ" waren und bei den Effekten mehr gleich besser war… Vielleicht ist es auch nur der US-Gestaltungsgeschmack der mich stört… Ich fürchte jedoch eher: Office bleibt halt MS… ;-)
[via Office UI Blog]

Jakob Nielsen-Video über Prototyping …

Ich habe schon vor einiger Zeit aufgehört Jakob Nielsens Alertbox zu lesen. Ich fand darin keine neuen Informationen mehr. Auf dieses Video mit JN (bei mir nur IE-tauglich) verlinke ich trotzdem.
Vielleicht, weil es das erste Video ist, das ich bisher von ihm gesehen habe. Aber auch, weil die 15 Minuten ein paar gute Themen ansprechen. Es geht um „Programmierer, denkt daran, dass andere Menschen anders gestrickt sind" über „Paperprototyping ist gut" hin zu „Usability-Tests können günstig sein".

Zwei dieser Themen passen genau zu zwei Büchern, die ich zur Zeit im Lesezugriff habe: Paper Prototyping und Dont Make Me Think (siehe auch mein Coffee-Table-Post).

„Paper Prototyping" enthält eine gute Mischung aus Übersicht und Detailwissen. Ich bin sicher, dass man mit dieser einfachen und schnellen Methode, bei der man schon sehr früh erste Tests durchführt, gerade bei komplexeren Oberflächen sehr viel positiv verändern kann.

Bei „Dont Make Me Think" finde ich besonders die Kapitel über (Mini-)Usability-Tests interessant. Auch er bezieht sich aufs Paper-Prototyping.

PS: „Designing Your Applications for Usability" heißt der zum obigen Deeplink gehörende Artikel.

[via GUUUI]

Nähe, Distanz und wie man sie liniert verbindet

WRT ist ein Blog, das ich glaube ich zu selten lese.
In Flowchart Art and Comics stellt Jeremy Douglass fünf verschiedene Möglichkeiten vor, (Ablauf)Diagramme zu illustrieren.

Dabei wird einige Male auf Scott McClouds Carl aus dem sehr guten Buch „Understanding Comics" verwiesen.
Die große Stärke von Understanding Comics ist, gezeichnet anschaulich zu machen, wofür man sonst lange Texte bräuchte. Zum Beispiel diese Flash-Sequenz, in der man die simple Geschichte „Don't drink and drive" von drei auf über 50 Bilder erweitern kann ohne die Bedeutung zu verändern…

Wie kann man besser verdeutlichen, welches Potential die visuelle Informationsverdichtung hat? Kein Wunder, dass Firmen darauf ihr Geschäftsmodel aufbauen können.

In die Kategorie dieser Firmen, die mit visuellen Lerntafeln arbeiten, fällt dann auch mein zweiter Link aus dem WRT-Post: „Follow that trail" und schon wird man hineingezogen in eine Erzählung, die durch ihren visuellen Aufbau Spaß macht, gelesen zu werden — ob der Inhalt jedoch Sinn-voll ist, sei dahin gestellt ;-).

So etwas wäre vielleicht eine Alternative zu meiner Idee einer verbesserten RSS-Erklärung

Verwandte Artikel:

Informationsverdichtung in Infografiken und Infofilme

Yahoo startet User Interface Blog

Es gibt einen neuen Stern am UI-Webloghimmel: Das Yahoo! User Interface Blog

OK, das ist sehr theatralisch formuliert ;-) aber in den Feedreader gehört sicher. Der Dr. Web Newsletter beschreibt, dass es nicht nur das Weblog, sondern auch AJAX-Scriptklassen gibt:

Yahoo startet das User Interface Blog und spendiert der Webgestalterwelt gleich zwei Bibliotheken mit Open Source AJAX Codes. Die „Design Pattern Library" bringt neun vorgefertigte Module, die sich auf eigenen Seiten dienlich einsetzen lassen. Darunter sind eine Auto-Vervollständigung für Formulare, eine Brotkrumennavigation, Drag und Drop Elemente, Rating und Paginierung. Die „Interface Library" beinhaltet häufig verwendete AJAX-Bausteine. Das alles ist teils recht umfangreich dokumentiert, kostenfrei und wird zusätzlich durch das neue Blog unterstützt.

Viele der Beiträge im Y!-Weblog befassen sich mit Design-Pattern. Hierzu hat auch Oliver Wrede interessante Links gesammelt.

Meine Pattern bei Del.icio.us.

Expert Mode bleibt böse

Jef Raskin hat Recht behalten: Modalität ist eines der größten Probleme des Interfacedesign.
Das haben Jensen Harris und die Leute der Office12-Crew erneut herausgefunden, als sie versuchten, einen „Expert Mode" im Word-Optionen-Dialog einzuführen.

If you never, ever, ever needed anything except for the things we designated as „preferences", the design worked great. You never saw Expert Mode, and you'd have a very clean and easy-to-use Options experience.
(…)
We couldn't get the classification of Expert Mode right; more people than we thought needed one or two Expert Mode settings and nearly all of them required assistance to get Expert Mode turned on. Once Expert Mode was activated, even if they only needed to change something once, the experience degraded to be not much better than Office 2003.

Jetzt hat man sich für eine sauberere Lösung entschieden: Informationen sinnvoll gruppieren und in eine verständliche Struktur gießen.
Und wenn sich jetzt Normalbenutzer zurechtfinden, werden es die Experten erst recht.
Zum Glück wurde diese unnötige Modalität, die all zu stark an die „intelligenten Menus" erinnerte, in der Betaversion erkannt und beseitigt.

Der ganze Artikel: „Jensen Harris: The Expert Mode Misadventure"

Ich bin gespannt auf die ersten Screenshots.