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Alle Funken für das Thema visperanto:

Piktogramme und Geschlechterrollen

Eigentlich ein Beitrag für das Visperanto-Weblog:

Sonja Wehsely, Frauenstadträtin in Wien hat verstanden, dass „Bilder (…) unsere Vorstellung von der Welt" prägen" und „deshalb (…) die öffentliche Bildsprache auch die alltägliche Realität abbilden" sollte sowie gleichzeitig zum Umdenken anregen.

Darum werden in Wien im Rahmen der Kampagne ‚Gender Mainstreaming' (komischer Name) jetzt immer mehr Piktogramme mit vertauschten Geschlechterrollen ausgetauscht.

gender mainstream

Gender Mainstreaming Gender Mainstreaming

Und vielleicht werden die nächsten Ideen ja auch umgesetzt: Weibliche Ampelfrauen, Bauarbeiterinnen auf den Achtung Baustelle-Schildern, …

Ich denke: Die Herleitung ist selbstverständlich richtig. Bei der Umsetzung kann man aber leicht zu viel des Guten tun.

Ein Wickelvater am Wickeltisch (Bild konnte ich online nicht finden) ist sicher ein gut ausgetauschtes Piktogramm. Vorausgesetzt das stilisierte Bild es wird als „Mann" und nicht als „Neutrum" interpretiert und der Tisch ist nicht gerade an die Damentoilette angegliedert… :)

An anderen Stellen besteht jedoch die Gefahr, neue Geschlechterklischees zu schaffen: Frau = lange Haare mit Frisur X, Kleid oder Rock oder Stöckelschuhen.
In diesem Fall doch lieber das Geschlechtsneutrale Strichmännchen-und-frauchen-Icon ;).

[via Frankfurter Rundschau, 6.1.]

[tag]piktogramm,icon,visperanto,kampagne,design,informationsdesign,leitsystem,gesellschaft,schilder[/tag]

Elephants Memory – Links zu einer visuellen Sprache

Elephants Memory ist eine visuelle Zeichensprache, die von Timothee Ingen-Housz entwickelt wurde.

Leider ist es recht schwer, Informationen über Elephants Memory im Internet zu finden. Das ist auch in den letzten 2 Jahren seit dem Visperanto-Seminar an der FH Aachen nicht besser geworden. Damals hat uns Timothee selbst alles erklärt, was man über diese nichtlineare visuelle Sprache wissen wollte.

Jetzt bleibt nur noch der Weg des Lesens und Schauens. Hier einige Links die euch das erleichtern sollen:

  1. „The Elephant’s Memory – In search of a pictorial language (PDF)" ist ein PDF das früher auf apple.com veröffentlicht war. Es ist meiner Meinung nach die beste Beschreibung der Sprache durch Timothee selbst. Da die Datei schon lange unauffindbar ist und weder Google-Cache noch die Waybackmaschine weiterhelfen, habe ich sie hier gespiegelt.
    Um einen Eindruck zu bekommen, sind die vielen erklärenden Grafiken und Satzbeispiele sehr hilfreich. Die im PDF formulierten Anwendungsfälle und die Conclusion dagegen haben sich — wie ich aus den Gesprächen im Seminar weiß — weiterentwickelt und sind nicht mehr ganz aktuell.
  2. Auf Phosphen.org liegt Timothees offizielle „Research project"-Seite. Bitte den ‚more'-Link nicht verpassen, sonst findet ihr nicht zu den logogram processing-Screenshots. Leider hat sich an dieser Seite sehr lange nichts getan…
  3. Das Seminarweblog Visperanto sammelt ebenfalls ein paar (zum Teil veraltete) Links und ist auch zu anderen Themen aus dem Kontext visueller Sprachen interessant.
  4. Paul Honeywil hat eine Review zu Elephants Memory geschrieben. Ich bevorzuge jedoch das obige PDF.
  5. Auch das „Institut für Informationssysteme und Computer Medien" hat ein Kapitel zu Elephant's Memory.

Alle weiteren Links die man beispielsweise über Google findet, sind meist tod oder uninteressanter.

Elephants Memory

Update: Bei onefootprint.com gibt es doch noch eine Version des oben verlinkten PDFs.