flying sparks ein Weblog von Tobias Jordans zu den Themen software designstudium web2.0 webdesign informationsdesign oekologie werbung usability tj video interfacedesign marketing // alle Themen...

Alle Funken für Oktober, 2005:

Geschichte als Plakat

threetwoone.org zeigt ganze Geschichten auf ein Plakat reduziert. Zum Beispiel Starwars, die Schöpfungsgeschichte oder die Bush-Dynastie.

Die Beispiele finde ich erstaunlich gut „lesbar". Zwar wird der Faktor Zeit aus der Geschichte herausgenommen und damit alles von vier auf zwei Dimensionen reduziert, trotzdem kann man die Zusammenhänge nachvollziehen. Wie schon bei Elephants Memory im Visperanto-Seminar gesehen ist diese „Sprache" nicht linear. man kann an nahezu jeder Stelle mit dem Lesen einsteigen.

[via Information Mapping-Seminar (Post schon älter)]

Präventionskampagnen unwirksam

wie willst du morgen arbeiten?-Plakat 1968
Mit diesem Motiv einer Aufklärungskampagne von 1968 leitet die Zeit einen hoch interessanten Artikel über die Wirksamkeit von Prävantionskampagnen ein.

Die Zeit – Wissen: Lauter unerhörte Kampagnen

Ob diese Kampagne damals jedoch genauso wirkungsklos war, wie Artikel weiterlesen…

Jugend: lerne schreiben!

Eine kurze Notiz, da mir zur Zeit besonders viele Quellen auffallen:

Es geht um Qualifikationen und darum, einen Job zu bekommen.
Die These: Zukünftig muss man schreiben können!
Artikel weiterlesen…

100$-Laptop

Man stelle sich einen Laptop für 100$ vor, den jedes Kind in den armen Ländern der Welt über staatliche Programme bekommt.

Was bedeutet es wohl, wenn auf all diesen Computern Linux läuft?
Was bedeutet es, wenn Millionen Kindern schnellen Zugriff auf die enormen Lern-Möglichkeiten des WWW haben?

Als ich den „Die Zeit – Wissen"-Artikel Laptop mit Handkurbel las, fragte ich mich, wie dieses Gerät wohl aussehen mag. Dass es aber so gut durchdacht und auch designed wurde, habe ich nicht erwartet.

Die Hardware ist auf ein Minimum reduziert — aber bei weitem nicht schlecht. Im Zusammenspiel mit einem entschlackten Betriebssystem kann man aus dem halben Gigahertz Prozessor und der Gigabyte-Festplatte schon sehr viel rausholen.
Wiedersprüchlich sind zur Zeit die Angaben über das Display.

The proposed $100 machine will be a Linux-based, full-color, full-screen laptop that will use innovative power (including wind-up) and will be able to do most everything except store huge amounts of data.

Heißt es einleitend in den FAQ. Logischer klingt, was weiter unten steht:

The first-generation machine will have a novel, dual-mode display that represents improvements to the LCD displays commonly found in inexpensive DVD players. These displays can be used in high-resolution black and white in bright sunlightall at a cost of approximately $35.

Wirklich interessant, was sich da ausgedacht wird.
Aber es gibt noch mehr:
1. Wegen der problematischen Stromversorgung, wurde ein Handkurbel-Generator integriert — tolle Idee.
2. Der Tragegurt des Computers dient gleichzeitig als Stromkabel (JPG-Bild) — das habe ich auch noch nicht gesehen.
3. Das Gerät kann man umklappen und als Videowiedergabegerät nutzen.
4. Und auf einigen Fotos wird nicht nur auf das Touchpad mit einem Stift geschrieben, sondern auch auf das Display. Die werden dort doch nicht etwa einen Tablet-PC draus machen? (JPG-Bild)

Mehr Informationen auf der Seite $100-Laptop-Projektseite und bei Pro-Linux.

Update 05-11-20: Tamim schreibt im Datensichtweblog auch hierüber. Dabei habe ich bemerkt, dass die Fotos auf der Projektseite aktualisiert wurden. Unter Umständen passt mein Text jetzt nicht mehr zu den verlinkten Seiten.

Jakob Nielsen über bessere Weblogs

Update: Der Artikel in Deutsch.

Nach langem noch einmal eine interessante Alertbox von Jakob Nielsen: Weblog Usability: The Top Ten Design Mistakes

Ich finde, der Artikel lohnt, gelesen zu werden. Einige der Aussagen erinnern mich an bestehende Baustellen und geben neue Ideen.

Softwareentwicklung

Interessant zu lesen ist der Artikel bei softwareCEO.com über McAffe's neue Softwareentwicklung.
Clean, cutting-edge UI design cuts McAfee's support calls by 90%
[via KISD-Mailingliste]

Viele der dort beschriebenen Methoden finde ich auch in Texten von 37signals wieder. Hierzu hatte ich bereits ein paar gute Links gesammelt.
Sehr zu empfehlen ist auch der Podcast mit Jason Fried (MP3), einem 37signals-Gründer.

Obdach Ich

Heute in der interessanten Ausstellung KD-Diplome der Uni Duisburg-Essen gesehen: Obdach Ich, ein fotografisches Portrait von Obdachlosen (oben rechts „exhibitions" anklicken).

[THX@Kon für die Einladung]