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Alle Funken aus 2006:

Spiegel.de zu MeinProf und der RWTH

Andreas hatte den richtigen Riecher für dieses Thema, dem jetzt auch Spiegel-Online unter dem fast filmreifen und etwas reißerisch-übertriebenen Titel »Die Rache der Ranking-Opfer« einen Artikel widmet.

Inhaltlich erfährt man bei Spiegel nicht Neues. Andisblog- und flyingsparks-Leser kennen das (fadenscheinige) Argumente-Hin-und-Her.

Aber vielleicht versteht die RWTH den Artikel als zusätzlichen Gegenwind und kommt zur Vernunft…

Peacemaker-Computerspiele

Es wundert mich, dass ich auf der Kölner Computerspielekonferenz nicht mehr über dieses Thema gehört habe: Computerspiele nutzen für den „Weltfrieden".

Food-Force und PeaceMaker verfolgen diesen Ansatz — mehr in diesem Artikel im Pfadiblog.

Die Macher von PeaceMaker beschreiben auf ihrer Homepage ihren Ansatz Computerspiele für die Lehre zu nutzen:

Video games are a revolutionary medium for entertainment and education. They transport players to new places and allow them to explore, experiment, and learn at their own pace. In the past, many games have dealt with conquest, war, and destruction. PeaceMaker, however, is a game for the future- a game which will teach the player that peace and cohabitation, not war and annihilation, are the only real strategies worth fighting for.

In ihrem Trailer beschreiben Sie, dass sie in erster Linie zeigen möchten, das ein derargites Spiel Potential hat.

Die großen der Brache dagegen halten das Konzept für wenig Marktfähig.

Zurück zur Spiele-Konferenz: Das Thema eLearning und Computerspiele wurde nach fast jedem Vortrag in der Fragerunde angesprochen. Es köchelt in diesem Genre und ich bin gespannt, was bald alles entwickelt wird…

PS: Ein weitere Links Serious Games-Initiative

Google Calender / Webapps vs. Desktop

1,7 Millionen Blogeinträge in der Google Blog Search zum Suchwort „google calender" der jüngst in die lange (und mit neu gestalteten Icon versehene) Liste der Google-Produkte eingereiht wurde.

Mein erster Eindruck ist sehr gut. Die Non-Design-Aussagen kann ich nicht bestätigen. Es ist nicht emotional und nicht fancy aber der nüchterne, gut bedienbare Google-Stil genügt mir völlig…

Hervorragend finde ich die Editiermöglichkeiten. „Morgen, 14 h Treffen mit Matthias" in das „Quick Add"-Inputfeld eingeben und der Termin ist angelegt. Schneller, dynamischer und Menschen-gerechter (Gehirn-gerechter) als Outlook und die anderen großen Desktop-Kalender-Tools.

Das wird ein großes Problem werden für die Entwickler klassischer Desktopapplikationen. Die schnellen Releasezyklen, die hohe Flexibilität und gute Interaktivität dieser neuen Produkte lassen mich nachdenken, ob man nicht ganz umsteigen soll…
Aber vorerst warte ich noch und lasse Google weiter an seinem eigenen Office-Paket schnüren…

Update 06-04-14: „Calendar APIs Will Be The New Hotness" schreibt Dare Obasanjo über das große Potential, das der Google-Kalender durch seine API birgt.
Der Satz „Carl also said that an API was in the works, which would enable developers to create new products on top of Google Calendar." passt gut zum Artikel über MySpace-Tool-Geschäftsmodelle

Update 06-04-24: Die ersten Calendar-Plugins (hier für Rails) lassen natürlich nicht lange auf sich warten…

Update 06-05-05: Eine Sammlung von Tipps und Tricks zum Google Calendar bei StopDesign.

Passwort-Management (Screencast)

Jon Udell hat einen interessanten Screencast erstellt: „Simple Single Sign-on, courtesy of Nic Wolff"

Die Idee in Kürze: Häufig werden die gleichen Passwörter für mehrere Seiten verwendet. Das Tool von Nic Wolff arbeitet mit einer Kombination aus einem Masterpasswort und dem Namen der Betreiberseite. Zusammen wird ein einzigartiges Passwort generiert, das man über das Tool immer neu anzeigen lassen kann.

flying sparks (circa) 3.0

Eine kurze Notiz, insbesondere für RSS-Leser: Das Layout hat sich verändert.
Zur Zeit nur im Firefox getestet… Darstellungsfehler dürft ihr daher gerne melden :-).

Einige Gestaltungs-Muster (Design Pattern) werde ich noch optimieren und auch für ScoutPress dokumentieren. Am wichtigsten ist mir jedoch, dass der Umstieg auf Tags jetzt konsequent vollzogen ist und die Links in der Kopfgrafik endlich alle funktionieren.

Non-Design

Drei interessante Artikel die ich später noch einmal aufmerksam lesen will um vielleicht im ScoutPress-Blog darüber zu schreiben:

Update 06-04-13: Interessant, dass gerade der bekannte und gute Designer Douglas Bowman an der Entwicklung des Google-Kalenders mitgewirkt hat.

Update 06-05-16: Und noch ein Artikel zum Google-Design: Derek Powazek (er hat Technorati redesigned) hält es für falsch, das Google-Layout zu kopieren. Es sei zu unpersönlich und ließe den Benutzer ein ganz spezielles Suchverahlten erwarten.

Update 06-05-27: Bei 37signals wird über Don Normans Aussagen über das Google-Design diskutiert. Eine Zusammenfassung einiger der Kommentare.

Web2.0 und Datenschutz

Andreas bloggt über MeinProf.de und ihre Probleme mit der RWTH. Ein anschauliches Beispiel für die Probleme, die die zunehmende Vernetzung von personen- und ortsbezogenen Daten mit sich bringt (und noch bringen kann).

Ich kann verstehen, dass es gerade den schlecht bewerteten Profs nicht gefällt, das sie öffentlich im Internet bewertet werden. Trotzdem sollten alle (und gerade gerade diese) Lehrende die Chancen dieses Services wahrnehmen. Kostenlose Evaluation — davon träumt die moderene, auf Qualitätsmanagement bedachte Eliteuniversität doch, oder etwa nicht?
Das MeinProf-Weblog berichtet von Einzelfällen, die diese Chance bereits nutzen. Und ich fände es sinnvoll, wenn die RWTH ihre Arbeitsenergie ähnlich umleiten würde… Schließlich ergänzt sich das System hervorragend mit dem hochschulinternen Evaluationsmarathon den wir als Studenten in den letzten Semestern regelmäßig durchleben mussten*.

Inzwischen sind schon wieder erste Professoren der RWTH eingetragen und bewertet worden. Ich hoffe, dass auch bald die alten Daten wieder freigegeben werden (können).
Siehe auch: Mein Bericht über MeinProf.de