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Alle Funken für das Thema NGO:

Peacemaker-Computerspiele

Es wundert mich, dass ich auf der Kölner Computerspielekonferenz nicht mehr über dieses Thema gehört habe: Computerspiele nutzen für den „Weltfrieden".

Food-Force und PeaceMaker verfolgen diesen Ansatz — mehr in diesem Artikel im Pfadiblog.

Die Macher von PeaceMaker beschreiben auf ihrer Homepage ihren Ansatz Computerspiele für die Lehre zu nutzen:

Video games are a revolutionary medium for entertainment and education. They transport players to new places and allow them to explore, experiment, and learn at their own pace. In the past, many games have dealt with conquest, war, and destruction. PeaceMaker, however, is a game for the future- a game which will teach the player that peace and cohabitation, not war and annihilation, are the only real strategies worth fighting for.

In ihrem Trailer beschreiben Sie, dass sie in erster Linie zeigen möchten, das ein derargites Spiel Potential hat.

Die großen der Brache dagegen halten das Konzept für wenig Marktfähig.

Zurück zur Spiele-Konferenz: Das Thema eLearning und Computerspiele wurde nach fast jedem Vortrag in der Fragerunde angesprochen. Es köchelt in diesem Genre und ich bin gespannt, was bald alles entwickelt wird…

PS: Ein weitere Links Serious Games-Initiative

Der Öko-Jamba

Das sehe ich zum ersten Mal: Die Deutsche Wildtier Stiftung bietet Tiergeräuche als Klingeltöne, Handy-Screensaver und Hintergrundbilder an.
Es gibt sogar eine eigene URL Wildhandy.de dafür.

Ob diese Fundraising-Aktivität für die NGO lukrativ ist, weiß ich nicht. Die Idee finde ich aber gut.

In diesem Sinne: Sende „Hirsch" an die 83094… :-)

Kampagnenkampf Walmart

Unter WakeUpWalMart.com bündeln sich die Bestrebungen einer „der aufwendigsten Kampagnen ist, die je auf einen US-Konzern zielte".

Im Fundraisingnewsletter wird dazu geschrieben:

Eingesetzt werden hier Strategien, die aus der Präsidentschafts-Kampagne von Howard Dean bekannt sind:
Informationen und Aktivitäten werden über die Website kommuniziert und koordiniert, Zirkel vor Ort bilden die Basis für die Integration der Akti

Blogging als Kampagnenwaffe etabliert sich. Im „Kampf" der beiden Parteien Walmart und WakeUpWalmart beide Seiten Weblogs und alle nur erdenklichen Methoden der Öffentlichkeitsarbeit ein. Der Spiegel berichtet darüber sehr anschaulich.

Als Wahlkampferfahrener hat man zukünftig keine Jobprobleme…

Sozialnews/Soziallinks

Das Spendenbank-Weblog hat heute auf eine Reihe interessanter Artikel verwiesen:

Sozialpraktikum für Manager

„Unternehmen zeigen Verantwortung. Immer häufiger stellen sie ihre Führungskräfte für Dienste in Hilfseinrichtungen ab."
Der Rheinische Merkur berichtet in einem gewohnt langen und interessanten Artikel über einen US-(was sonst?)-Trend der in Deutschland Fuß fasst: „Corporate Volunteering" frei nach dem Motto „Sozialarbeit statt Seminargeschwafel".
Das vorgestellen Projekte und das ganze Konzept hört sich interessant an. Für die Unternehmen günstiger als „richtige" Seminare, für die Mitarbeiter interessant und für die NPOs eine große Chance, Förderer zu gewinnen (siehe letzter Absatz).

Ehrenamtliche Arbeit steuerlich absetzen?

Das würde das Corporate Volunteering unter Umständen noch interessanter machen… und wäre auch für unsere Pfadfinderarbeit sehr interessant.

Haas betonte, ohne die Hilfe der Bürger gehe es nicht. Dies gelte besonders für Bereiche, aus denen sich der Staat immer stärker zurückziehe. Der Deutsche Spendenrat fordere daher eine steuerliche Berücksichtigung des ehrenamtlichen Engagements nach dem Vorbild der Geldspenden. Auf diese Weise könne das Spendenwesen in Deutschland langfristig gefördert werden.

Kapitalismusdebatte

Das Manager Magazin fragt deutsche Manager „Wie sozial können Unternehmen sein?„. Anfangs amüsant, später ehrlicher „The business of business is business". Einige Passagen passen perfekt zu „Logoland", das die Distopia solcher Aussagen beschreibt:

Tacke: Die klassischen Regeln der Aufgabenteilung zwischen Staat und Wirtschaft gelten nicht mehr, CSR tritt vielerorts an die Stelle staatlicher Regulierungen. Das ist übrigens im ureigenen Interesse der Unternehmen: Wenn Sie eine globale Marke haben, dann müssen Sie die schützen. Wird in Ihrem Unternehmen gegen Standards der Menschen- und Arbeitnehmerrechte, der Korruptionsvermeidung oder des Umweltschutzes verstoßen, wird Ihre Marke beschädigt. Ein möglicherweise gigantischer wirtschaftlicher Schaden.

Im letzten Teil kann ich dann nur müde lächeln wenn Aussagen wie diese aufeinander folgen:
1. …Dennoch dürfen die Unternehmen nicht herangezogen werden als Reparaturbetriebe für die Versäumnisse des Staates bei sozialen oder umweltschützerischen Aufgaben…
2.
…Denn Länder, die weniger Gesetze erlassen, werden schon bald ein kräftigeres Wirtschaftswachstum verzeichnen. Und wir in Westeuropa sind drauf und dran zurückzufallen…
Genau: Alles besser regeln mit weniger Regelungen.
Zum Ende, bevor das Gespräch in dem schlechten Vergleich von 10 zusätzlichen Lehrstellen und dem dadurch geminderten Gesamtgewinn gipfelt, wird noch mal klar gestellt, wie uneigennützig das CSR doch ist Wir haben solche Effekte mal untersucht: Ein Mitarbeiter, den Sie durch Volunteering-Programme oder durch ähnliche Förderungen motiviert haben, leistet 30 Prozent mehr als ein unmotivierter Mitarbeiter.
Na dann mal los! (Ranking)

N24 verleiht „Good News Award"

N24 verleiht erstmals einen Preis für soziales und wirtschaftliches Engagement. Die Nominierten stellen (a) vornehmlich 50-Jährige ein, (b) beschäftigen behinderte Menschen und (c) backen innovativ, ökologisch und wirtschaftlich. — Was das wohl wird…

Werbung und Sozialsponsoring erlaub

Auf registeronline.de kann man lesen, dass ein Sponsoring-Urteil aus dem Jahr 1995 aufgehoben wurde. Warum sollte es auch wettbewerbswidrig sein in einer Anzeige zu erwähnen, dass man sich sozial angagiert!
Worüber in Deutschland alles Prozessiert wird… 10 Jahre…

Pfadfinder Weltweit / Fundraising

Ein unerwartet interessanter Fund aus dem BFS Fundraising Weblog. Die schweizer Wirtsschaftszeitung „Bilanz" hat einen sehr langen, sehr ausführlichen und sehr interessanten Artikel über Eduardo Missoni, den Chef der Welt-Pfadfinderbewegung geschrieben.

Wer auf dem scoutmission-festival während des Weltjugendtages haben wir ihn noch live gesehen (fast-Foto, Foto).
Doch was alles dahinter steckt: die Probleme des Weltbüros in den letzten Jahren, den Aufschwung den Missoni bringen soll, die Kooperationen mit Firmen, die er anleihert, seine Lebensgeschichte als Arzt, die sinkenden Mitgliederzahlen der Pfadfinderei, die verbesserungswürdige Öffentlichkeitsarbeit, die geschichte des Headhuntings und nicht zuletzt der Plan einer neuen Marketingstrategie:

Wir sind eine grosse Bewegung, aber wir haben uns noch zu wenig geöffnet, sagt Missoni. Das soll sich nun ändern. Kommunikation steht ganz oben auf seiner Tagesordnung. Die Pfadfinderei soll eine Marke werden. Dazu hat die Zürcher Designagentur Interbrand Zintzmeyer & Lux eine Markenstrategie entwickelt, die an der Weltkonferenz (Bilderlink) so etwas wie der Generalversammlung der Pfadfinder, Anfang September vorgestellt wird. Wird die Strategie angenommen, soll in den nächsten Jahren eine für die breite Öffentlichkeit sichtbare Marke Scout entstehen, der das bekannte, aber wenig präsente Logo mit der Lilie zu Grunde liegt.

Übrigens: Die Jurten, die wir zum WJT ausgeliehen haben, bekommen wir deswegen erst nächste Woche zurück, weil unser eigener Bundesvorstand gerade bei besagter Weltkonferenz ist… — so klein ist die Welt :-)

25 Jahre Greenpeace

Und zum Jubiläum gibts einiges Interessantes. Gern würde ich am 11. nach Hamburg. Leider aber zu weit und schon mit anderen Terminen belegt.
Weder Zeit noch Ort trennen einen aber vom interaktives Jahrbuch das Greenpeace jetzt online gestellt hat. — Das hätte ich für meine Hausarbeit gebraucht… :)
Insbesondere das Video auf der vorletzten Seite empfehle ich.
Dann gibt es noch zu sehen:
Im Onlineflashspiel selbst mal Aktivist sein — leider fragt GP zu viele Daten ab, das hat mich abgeschreckt.
Ein kostenloses Hörbuch
Und wer grad dabei ist, den Umwelt-Wahlkompass (PDF)

Sei Onlineaktivist vor den Wahlen

Update 05-09-10: Die Auswertung ist kurz und interessant. Vorbeischauen!

Update 05-08-22:
Das GP-Einkaufsnetz hat jetzt auf seiner Homepage die Antworten gesammelt. Links habe ich oben eingefügt. Auch Philipp Obladen (Grüne) hat mir jetzt geantwortet und wird wohl bald von Greenpeace ergänzt.

Wie wollen es die Bundestagskandidaten aus Ihrem Wahlkreis mit der Atom- und Gentechnik halten?

Das Greenpeace-Einkaufsnetz stellt diese Frage und gleichzeitig einen Webservice zur Verfügung der hilft, 1. die Kandidaten aus seinem jeweiligen Wahlkreis zu erreichen (per eMail), 2. einen Brief zu formulieren und im 3. Schritt dann die Antworten auswertet und zusammenfasst.
Also: Losklicken und testen, ob eure regionalen Kandiaten antworten: Greenpeace Einkaufsnetzwerk – Wahlen in Deutschland

Und wer jetzt sagt „das bringt doch alles nix", der sei auf die letzte Postkarten-Aktion verwiesen, die Greenpeace an ihre Mitglieder schickt. Das Ergebnis: Der norwegische Umweltminister trat mit 70.000 Protestkarten im Rücken vor die Presse.

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