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Über „Hydrogen is no a solution"

Hydrogen is no a solution schreibt Oliver Wrede in seinem englischsprachigen Weblog. Da Kommentare dort nicht vorgesehen sind, auf diese Wege ein paar Gedanken.

  1. Ich kann nicht glauben, was ich lese: Atomkraft als einzige Alternative? The only energy source available to date that could replace fossil fuel is nuclear power Die Anzahl der Quellen mit Gegenargumenten hierzu ist riesig — zum Glück. Hier nur zwei Seiten.
    Für mich steht an erster Stelle eine viel wichtigere Energiequelle gegen Ölverbrauch: Der Geist! Wir könnte so viel vermeiden, wenn wir nur wollten… Aber auch an zweiter und vielen folgenden Stellen taucht das Wort Atom nicht auf. Es gibt einfach zu viele, viel bessere Alternativen.
  2. Wasserstoff ist nur umgewandelte Energie? The fossil fuel will be consumed in the energy production plants instead of inside the motors. Ja, richtig. Der Punkt ist jedoch, dass wesentlich weniger CO produziert wird und Wasserstoff — im Gegensatz zu Öl und Atom — auch dezentral produziert werden kann. Mehr Informationen.

PS: Sehr interessant zum Thema „Oil Peak" sind die beiden Links die Oliver Wrede in einem älteren Post gesammelt hat.
Die willyoujoinus.com-Kampagne ist optisch schön gemacht und hat auch gute Werbefilmchen. Vielleicht ist es ja auch richtig, Amerikaner erst mal „nur" wach zu rütteln. Mir fehlt jedoch der Schwerpunkt auf den Alternativen…

8 Kommentare

  1. AndiNo Gravatar (andisblog.de) 04.09.05 10:44 Direktlink

    The only energy source available to date that could replace fossil fuel is nuclear power

    Ich vermute, er meint damit: Energiequelle, die (momentan) in entsprechendem Maße Energie produzieren kann wie Kohlekraftwerke.
    So bedauernswert das ist, es stimmt. Ist natürlich kein Grund, Wind- Wasser- und Photovoltaikanlagen nicht weiterhin zu fördern und einen langfristigen Atomaus- und Kohleumstieg zu planen, aber kurzfristig gedacht ist Atomkraft wirklich die einzige ökonomische (!) Alternative. Man denke nur mal an die Energieerzeugung im Vergleich zur für die Erzeugung genutzte Fläche… ;).

    Wie du feststellst ist Wasserstoff nur Energieträger, nicht selbst Energie, dementsprechen würde ein Umsteigen darauf eine Energie(-/Klima)katastrophe nur herauszögern, aber letztendlich nicht unbedingt verhindern. Vielleicht reicht das hinauszögern aber auch. Immerhin braucht es Zeit bis neue, energiesparende (z.B.) Verbraucher (Autos etc.) entwickelt wurden.

    Letztendlich ist alles in den Medien immer sehr naiv runtergebrochen, aber im Kern IMHO dennnoch richtig. Und sei es nur um langsam (aber sicher?) Menschen wach zu rütteln.

  2. TJNo Gravatar (flyingsparks.wwwfiles.de) 04.09.05 13:01 Direktlink

    Atom ist eine Alternative?
    Dieser Artikel des Greenpeace-Magazins beschreibt eine Reihe Alternativen. Atomkraftwerke – die übrigens aktuell nur wenige Prozent des deutschen Energiehaushaltes ausmacht – gehört nicht dazu.
    Den passenden Artikel, der beschreibt, dass Atomkraftwerke sich in der Energiebillanz nie rechnen, finde ich gerade nicht.

  3. AndiNo Gravatar (andisblog.de) 06.09.05 6:48 Direktlink

    Ich bin auch froh, dass wir in Deutschland so wenig auf Atomkraft angewiesen sind.
    Wovon ich allerdings sprach war Atomkraft als ökonomische Alternative.
    Um das, was ein Atomkraftwerk da hinten als Energie rausbekommt, müsstest du eine vergleichsweise sehr große Fläche mit Windkraftwerken zupflastern.
    Ich weiß nicht, wieviel es kostet ein Atomkraftwerk zu betreiben, besonders in Relation zu anderen Kraftwerken (Wind-, Wasser-…), aber ich könnte mir vorstellen, dass besonders das im Ausland wesentlich billiger ist…

    Ändert wie gesagt nichts an der Tatsache, dass Atomenergie scheiße ist ;). Ging mir nur um den ökonomischen Faktor.

  4. TJNo Gravatar (flyingsparks.wwwfiles.de) 06.09.05 9:17 Direktlink

    Schade. Ich hatte gehofft in diesem weiteren GPM-Artikel die Daten zu finden, die ich gelesen haben zu glaubte. Er ist zwar auch interessant (Suchwort Atom) aber bringt nix wirklich neues. Abgesehen von dem erneuten Hinweis auf Gaskraftwerke.

  5. TJNo Gravatar (flyingsparks.wwwfiles.de) 06.09.05 20:19 Direktlink

    Andi hat mir gerade diesen link aus der SZ geschickt. Grünalgen die Wasserstoff produzieren.

  6. Oliver WredeNo Gravatar (wrede.interfacedesign.org) 06.09.05 20:47 Direktlink

    Hallo Tobias. Meine Beitrag bitte nicht mißverstehen. Andi hat mich schon richtig verstanden, glaube ich.

    Zum Wasserstoff: Ja, es wird kein CO2 im Motor mehr erzeugt – aber die Erzeugung der Energie in den Kraftwerken müßte ja dann auch CO2-frei sein. Hier ist es eine Frage, welche Energieträger zum Einsatz kommen und wie hoch die Wirkungsgrade sind (inkl. des Transportes der Treibstoffe zu den Tankstellen).

    Zu den Alternativen, die Du verlinkst:

    Ja, es gibt alternative Stromquellen. Die Frage ist, wieviel sie produzieren werden im Verhältnis zum steigenden Energiebedarf. Die bisherigen Alternativkonzepte ersetzen selbst bei optimistischer Bewertung (auch im Bezug auf den steigenden Bedarf) nicht genügend Energie um Abnehmende Ölproduktion zu kompensieren.

    Bei der Diskussion über Peak Oil ist die Aufnahme alternativer erneuerbarer Energien natürlich bereits mitgedacht (obwohl es natürlich unterschiedliche Einschätzungen darüber gibt wie hoch der Anteil am Energiemix dann sein wird).

    Ich bin kein Freund der Atomkraft. Aber der Ausstieg muss AUCH global gedacht werden: das Abschalten der deutschen (hochwertigen?) Kernkraftwerke macht die maroden Nuklearanlagen in europäischen Nachbarländern möglicherweise für die Produktion von billigem Exportstrom lukrativ? Statt der Öko-Katastrophe zu entgehen rutscht man vielleicht wieder näher heran?

  7. Weltuntergang? * flying sparks (flyingsparks.wwwfiles.de/2005-09-20/weltuntergang) 20.09.05 23:16 Direktlink

    […] Auch wenn wir in der Frage der Lösungsansätze anderer Meinung sein mögen, verlinke ich gerne und mit Nachdruck auf sein Posting "Sleepwalking to the end of earth". Insbesondere der verlinkte Artikel "Apocalypse Now" ist lesenswert. Er beschreibt ziemlich klar, dass Handlungsbedarf besteht … und die Münchener-Rück-Weltkarte der Naturgefahren aus dem gleichem Weblog stellt das auch visuell dar — insb. auch für die USA. […]

  8. TJNo Gravatar (flyingsparks.wwwfiles.de) 26.09.05 10:38 Direktlink

    Natürlich vom Bundesverband Windenergie eine schwierig zu bewertende Aussage, aber er sagt, in einigen Jahren sei Windenergie billiger als Kohle/Atomstrom. Weiterlesen.

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